Ein »Motto« für mein Blog

Seit dem ersten Layout-Entwurf für mein Blog habe ich im Header Platz für ein Zitat, ein Motto o.ä. vorgesehen. Leider fiel mir nichts passendes ein, mit dem ich diesen Platz füllen könnte. Gestern Abend hat sich das endlich gändert. Nach langer Zeit habe ich wieder die Folge »The Drumhead« aus StarTrek TNG gesehen:

Eine Explosion erschüttert den Maschinenraum der Enterprise. Eine erste Analyse legt nahe, dass es sich um Sabotage handelt. Zur gleichen Zeit wird der klingonische Austauschoffizier J’Ddan verdächtigt, technische Pläne der Enterprise gestohlen und an die Romulaner verkauft zu haben. Die Leitung der Untersuchung übernimmt Admiral Norah Satie, die nicht lange braucht um J’Ddan dazu zu bekommen, den Diebstahl zu gestehen. Den Sabotageakt leugnet er jedoch, womit eine »Hexenjagd« nach seinem vermeintlichen Komplizen beginnt.

Nach und nach werden die Besatzungsmitglieder, die mit J’Ddan Kontakt hatten, befragt. Saties betazoidischen Helfer Sabin fällt dabei der medizinische Assistent Simon Tarses auf, der offensichtlich etwas zu verbergen hat. Es stellt sich heraus, dass sein Großvater nicht Vulkanier sondern ein Romulaner war und er für die Aufnahme in die Sternenflotte gelogen hat. Satie drängt darauf, Tarses überwachen zu lassen und ihm den Zugang zu Teilen des Schiffes zu verweigern. Picard setzt sich für Tarses ein und erinnert wiederholt daran, dass dieser unschuldig ist bis seine Schuld bewiesen ist.

Mittlerweile ergibt eine weitere Untersuchung der Explosion, dass diese auf einen simplen Materialfehler zurückzuführen ist und der zeitliche Zusammenhang zu J’Ddans Tat ein Zufall war. Diese Erkenntnis bringt Satie jedoch nicht davon ab, auf der Enterprise weiter nach Verrätern zu suchen — die Befragungen sollen weiter verschärft werden. Es dauert nicht lange, bis sich Picard selbst auf der Anklagebank wiederfindet. Ihm werden der wiederholte Bruch der »Prime Directive« vorgeworfen und dass er nach wie vor unter dem Einfluss der Borg stünde.

In eben dieser Befragung zitiert Picard Admiral Saties Vater, Aaron Satie:

With the first link, the chain is forged. The first speech censored, the first thought forbidden, the first freedom denied, chains us all irrevocably.

Ich finde es äußerst erschreckend, wie aktuell diese Folge auch nach über 17 Jahren noch ist (die Erstausstrahlung war am 29.04.1991). Geht es doch darum, Menschen ohne Beweise aufgrund eines Verdachts oder ihrer Herkunft zu überwachen oder in ihrer Freiheit einzuschränken. Wie in den aktuellen Debatten um Prävention und Sicherheitspolitik sind moralische Grenzen allzu schnell übertreten und niemand sah es kommen.

Wie es im StarTrek-Universum üblich ist, hat auch diese Folge ein gutes Ende: das Kommando der Sternenflotte stoppt weitere Untersuchungen und Satie ist vorerst machtlos.

In der Abschlussszene bringt Captain Picard jedoch die andauernde Gefahr auf den Punkt:

But she, or someone like her, will always be with us, waiting for the right climate in which to flourish, spreading fear in the name of righteousness.

StuNet: Logosuche abgeschlossen

Gestern hat sich das StuNet nicht für ein sondern gleich für drei Varianten entschieden, aus denen das neue Logo entstehen soll. Die drei Vorschläge kamen von Martin Winzer, Esther Peñalver und Berit Schönherr (die ihren Entwurf anonym eingereicht hat, daher weiß ich nicht, welcher es ist).

Herzlichen Glückwunsch! Ich bin sehr gespannt, was daraus entsteht…

How does your Conky setup look like?

Pavs shows his Conky configuration and asks for other examples. Here is mine:

Screenshot of my desktop running fvwm and conky

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WordPress Theme internationalization

Gestern habe ich mich damit beschäftigt ein WordPress Theme zu internationalisieren, d.h. für Übersetzungen in verschiedene Sprachen vorzubereiten. Da die WordPress Dokumentation leider nicht sonderlich übersichtlich ist und es eine Weile gedauert hat, bis ich fündig geworden bin, hier eine kurze Zusammenfassung.

Als Internationalisierung (i18n) wird die Vorbereitung eines Programms o.ä. für die Übersetzung bezeichnet, d.h. es wird eine »Infrastruktur« geschaffen, so dass die eigentliche Übersetzung auch von Nicht-Programmierern übernommen werden kann. Das Übersetzen in andere Sprachen ist die Lokalisierung (l10n).

Grundlage für die Internationalisierung von WordPress (inkl. Themes und Plugins) ist das GNU-Tool Gettext, das nach folgendem Prinzip funktioniert:

  1. Alle Strings, die übersetzt werden sollen, werden im Quellcode mit speziellen Funktionen ausgezeichnet

  2. Dem Programm (bzw. Plugin oder Theme) wird einmalig ein Stück Code hinzugefügt, das die zur eingestellten Sprache passende Übersetzung einbindet — sofern vorhanden

  3. Die markierten Strings werden mit xgettext extrahiert und in einer Template-Datei gespeichert (Endung .pot)

  4. Aus diesem Template wird für jede Sprache eine Datei für die Übersetzungen abgeleitet (Endung .po)

  5. Die fertigen Übersetzungsdateien werden kompiliert, d.h. maschinenlesbar gemacht (Endung .mo)

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Blogparade: Konstruktion und Kommunikation von Wissen mit Wikis

Als Beitrag zur Blogparade »Konstruktion und Kommunikation von Wissen mit Wikis« von Johannes Moskaliuk möchte ich meine Erfahrungen mit der Einführung eines Wikis beim StuRa Freiberg teilen. Der StuRa (Studentenrat) ist in Sachsen das fakultätsübergreifende Organ der studentischen Selbstverwaltung und mit dem westdeutschen AStA vergleichbar. In Freiberg besteht der StuRa aus bis zu 18 Mitgliedern (jeweils 1–3 pro Fakultät), die ehrenamtlich und ohne Aufwandsentschädigung tätig sind.

Wir (die Techniker) haben die Einführung eines Wikis zur Unterstützung der internen Kommunikation schon längere Zeit für sinnvoll gehalten und uns unterschiedliche Systeme angesehen. Dabei hatten wir folgende Anforderungen:

  • Als Datenbank sollte nicht MySQL zum Einsatz kommen. Wir
    wollten entweder PostgreSQL oder (noch lieber) Textfiles als
    Backend.
  • Die Benutzerverwaltung musste mit LDAP realisierbar sein, da wir
    darüber bereits alle Accounts verwalteten und wir vermeiden wollten,
    alle Benutzer mehrfach pflegen zu müssen.
  • Die Bedienung musste so einfach wie möglich sein, um die Schwelle
    für die Anwender sich mit dem System auseinanderzusetzen so niedrig
    wie möglich zu halten.

Welche Wiki-Werkzeuge gibt es? Welche Eigenschaften haben Sie, welche Vorteile, welche Nachteile? Wie ist ihre Bedienbarkeit, wozu können Sie eingesetzt werden? Welche Kombination mit anderen Tools sind sinnvoll und weiterführend?

Eine große Hilfe bei der Auswahl war uns die Seite wikimatrix.org, die eine Vielzahl von unterschiedlichen Wikis miteinander vergleicht (derzeit 102). Ein Wizzard ermöglicht es, sehr schnell die in Frage kommenden Systeme zu finden, die man dann gezielt einzeln unter die Lupe nehmen kann.

Wir haben uns letzten Endes für DokuWiki entschieden, da es hervorragend dokumentiert ist, keinen überflüssigen Schnickschnack mitbringt, sich viele Funktionen über Plugins nachrüsten lassen und schlicht und ergreifend einfach funktioniert (insbesondere die LDAP-Anbindung war hier so unkompliziert wie bei keinem anderen System, das wir uns angesehen haben).

Welche erfolgreichen Projekte gibt es, die auf Wikis setzen? In welchen Kontexten werden Wiki eingesetzt? Welche Probleme traten auf, wie wurden sie gelöst?

Mittlerweile ist DokuWiki im internen Bereich seit über 1,5 Jahren im Einsatz und enthält gut 400 Seiten. Die Resonanz seitens unserer Anwender ist durchwachsen. Während einige die Möglichkeiten, die das Wiki bietet, erkannt haben und es dementsprechend nutzen, sind andere deutlich zurückhaltender und tun sich auch schwer damit z.B. neue Seiten sinnvoll in die bestehende Hierarchie einzugliedern, so dass sie auch gezielt auffindbar sind.

Dabei bin ich durchaus der Ansicht, dass wir einiges getan haben, um unseren Usern einen problemlosen Einstieg zu ermöglichen. So haben wir eine Hilfe-Seite angelegt, auf der die wichtigsten Funktionen in aller Kürze erklärt werden (mit Links zu weiterführenden Informationen), das Wiki grob vorstrukturiert, damit die Leute nicht vor einer weißen Seite stehen und Angebote gemacht, die Bedienung des Wikis ausführlich und persönlich zu erläutern.

Aber es ist wirklich schwer einzuschätzen, wie der »gemeine Anwender« tickt. Erst kürzlich erreichte uns eine Anfrage, ob wir das Wiki umgestalten könnten, so dass es wie die Wikipedia aussieht — dazu ist mir offen gestanden nichts mehr eingefallen. Vielleicht hätten wir gut daran getan, das Ganze von vornherein z.B. »Sturapedia« oder so zu nennen… Was ich damit sagen will ist, dass der Erfolg oder Misserfolg eines neuen Kommunikationsmediums von vielen Faktoren abhängt, die nur schwer abschätzbar sind; unterm Strich liegt es in den Händen der User, ob ein Wiki eine Eigendynamik entwickelt oder nicht.

Linux für Webworker

Peter Kröner hat eine (bis jetzt) dreiteilige Artikelserie unter dem Titel Linux für Webworker veröffentlicht. Im ersten Teil geht er auf ganz allgemeine Aspekte zum Thema Linux ein, erläutert was Linux bzw. GNU/Linux eigentlich ist und welche Gründe dafür oder dagegen sprechen sich mit Linux auseinanderzusetzen. Anschließend zeigt er in Teil 2 am Beispiel von Ubuntu wie man ein GNU/Linux-System mit Hilfe einer Live-CD unverbindlich und gefahrlos ausprobieren kann und stellt schließlich im 3. Teil eine umfassende Liste verschiedener Programme in den Kategorien »Grafik und Design«, »IDEs und Editoren« und »Tools« vor. Auch das Multimedia-Komplettpaket Ubuntu Studio findet ebenso Erwähnung wie die Möglichkeit Windows-Software unter wine zu betreiben. Eine ausführliche Beschreibung von wine ist für Teil 4 angekündigt. Man darf gespannt sein…

Update: Kurz nachdem ich dieses Posting geschrieben hatte, ist nun auch der 4. Teil erschienen. Er befasst sich wie angekündigt mit unterschiedlichen Möglichkeiten, Windows-Programme unter Linux zu nutzen und enthält ein Mini-HOWTO zur Installation von Photoshop unter Ubuntu mit Hilfe von wine.

Remote-Desktop per VNC mit Debian

Ich betreue diverse Desktop-Computer von Anwendern, die (wie soll ich sagen) »unbedarft« in Sachen PC-Bedienung sind. Daher kommt es bisweilen vor, dass mich Anfragen erreichen, die nur schwer oder gar nicht per E-Mail oder Telefon aus der Ferne zu beantworten sind. Aus diesem Grund habe ich nach einer Möglichkeit gesucht, mir bei Bedarf den Desktop des jeweiligen Anwenders auf meinen Bildschirm zu holen.

Das GNOME-Environment bringt zwar schon eine entsprechende Funktion mit, die den eigenen Desktop für einen Zugriff von außen freigibt, diese basiert aber leider auf »reinem« VNC, d.h. die Daten der Verbindung werden unverschlüsselt übertragen. In einem LAN mag das gehen, für die Übertragung im Internet habe ich nach einer verschlüsselten Variante gesucht.

Letztlich habe ich mich dafür entschieden, eine VNC-Verbindung über ssh zu tunneln. NX habe ich mir zwar auch angesehen, der Client unterstützt aber leider keine Pubkey-Authentifizierung und war auch sonst in der Bedienung eher umständlich. Das System auf beiden Seiten ist jeweils Debian GNU/Linux »Etch« und so geht es:

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Netz gegen Nazis

netz-gegen-nazis.de
Unter dem Motto »Mit Rat und Tat gegen Rechtsextremismus« betreibt der Zeitverlag das neue Internetportal netz-gegen-nazis.de. Dort finden sich neben Informationen über rechtsextremistische Organisationen, deren Strukturen und Ideologien auch praktische Hinweise, wie man selbst mit Rechtsextremismus in seinem persönlichen Umfeld umgehen sollte. Darüber hinaus bietet die Seite auch eine Diskussionsplattform, auf der man sich mit anderen Nutzern austauschen kann.

Neben vielen anderen wirkte an der Konzeption auch Toralf StaudModerne Nazis») mit, der ebenso in der Redaktion von netz-gegen-nazis arbeitet.

[via netzpolitik.org]

Filmkritik: My Blueberry Nights

My Blueberry NightsWie gewohnt mit reichlich Verspätung lief »My Blueberry Nights« im Freiberger Kinopolis. Auch wenn mich zunächst der Trailer eher nicht angesprochen hat, haben mich diverse Kritiken und die recht gute Bewertung in der IMDB (7.0) doch überredet, diesen Film zu sehen. Hier ist mein Eindruck:

Zum Inhalt

Elizabeth (Norah Jones) wird von ihrem Freund wegen einer anderen Frau sitzengelassen und findet beim Café-Besitzer Jeremy (Jude Law) halt, dem sie ihr Herz ausschüttet. Als sie eines Abends ihren Verflossenen am Fenster ihrer ehemals geminsamen Wohnung mit seiner neuen Geliebten sieht, kehrt Elizabeth New York den Rücken. Mit dem Bus erreicht sie Memphis, wo sie zwei Jobs annimmt, um sich ein eigenes Auto leisten zu können und Ablenkung von ihrem Kummer zu finden. Sie schreibt Jeremy Postkarten, verrät ihm aber nicht, wo sie ist.
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Linkdump April 2008

Eine Liste der Seiten, die im April in meinen Bookmarks gelandet sind:
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